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Die Kündigungsoptionen in der Kfz-Versicherung

Der Vergleich der Angebote ist im Bereich der Kfz-Versicherung nicht nur beim ersten Abschluss dieses Versicherungsvertrages wichtig, sondern Sie sollten die Möglichkeit ebenfalls nutzen, regelmäßig einen Vergleich durchzuführen, um möglichst immer bei den günstigsten bzw. beim Versicherer mit dem besten Angebot versichert zu sein. Grundsätzlich laufen die Verträge im Bereich der Kfz-Versicherung meistens vom 1. Januar bis zum 31. Dezember, während bei einer nicht rechtzeitigen Kündigung eine automatische Verlängerung um ein weiteres Jahr vorgenommen wird. Daraus resultiert, dass Sie einmal jährlich ein gewöhnliches Kündigungsrecht haben, welches im Normalfall bis zum 30. November wahrgenommen werden muss. Ein Wechsel der Versicherung als solcher ist allerdings auch mittels eines Sonderkündigungsrechtes möglich, welches Sie unter bestimmten Voraussetzungen nutzen können.

 

Kündigungsoption: ordentliche Kündigung

Eine ordentliche Kündigung des Versicherungsvertrages sollten Sie in der Kfz-Versicherung dann vornehmen, wenn Sie entweder einen Anbieter mit günstigeren Beiträgen oder mit einem insgesamt besseren Versicherungsangebot gefunden haben. Zu beachten ist, dass Sie eine ordentliche Kündigung als mögliche Option allerdings nicht zu jedem beliebigen Zeitpunkt vornehmen können, sondern ausschließlich zum Ablauf des Vertrages bzw. Versicherungsjahres. Bis auf wenige Ausnahmen laufen die Verträge im Bereich der Kfz-Versicherung in der Regel vom 1. Januar 0:00 Uhr bis zum 31. Dezember um 23:59 Uhr.

Da die Kfz-Versicherung mit einer Kündigungsfrist von einem Monat zum Laufzeitende hin versehen ist, müssen Sie also spätestens bis zum 30. November gekündigt haben bzw. spätestens an diesem Tag muss dem Versicherer die Kündigung vorliegen. Achten Sie deshalb bei einer gewöhnlichen Kündigung unbedingt darauf, dass Sie die Kündigung rechtzeitig und am besten per Einschreiben versenden. Dann können Sie im Zweifelsfall beweisen, dass Sie den Vertrag auch tatsächlich und fristgerecht gekündigt haben. Einen Grund für die Kündigung und den damit verbundenen Versicherungswechsel müssen Sie übrigens nicht angeben.

 

Kündigungsoption: Sonderkündigung

Neben der ordentlichen Kündigung existiert in manchen Situationen bei der Kfz-Haftpflichtversicherung auch ein sogenanntes Sonderkündigungsrecht. Hier sind es insbesondere die folgenden Voraussetzungen und Gegebenheiten, die zu einem derartigen Recht auf eine außerordentliche Kündigung führen:

  • Fahrzeugwechsel oder Stilllegung des Fahrzeuges
    Ein Sonderkündigungsrecht besteht in allen Fällen unter der Voraussetzung, dass Ihr bisher genutztes Fahrzeug stillgelegt wird oder Sie Ihr Autos verkaufen und gleichzeitig ein neues Fahrzeug anschaffen, also einen Fahrzeugwechsel durchführen. In diesem Fall gilt die normale Kündigungsfrist zum Ablauf des Vertragsjahres nicht, sondern Sie können spätestens innerhalb eines Monats nach dem vollzogenen Fahrzeugwechsel oder der Stilllegung des Fahrzeuges von Ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen.

  • Gemeldeter Schadensfall
    Das Sonderkündigungsrecht gilt ebenfalls unter der Voraussetzung, dass Sie Ihrer Versicherungsgesellschaft einen Schadensfall gemeldet haben. Wissenswert ist, dass Sie mit einer Frist von einem Monat nach Abschluss des Schadensfalls das Recht haben, vollkommen unabhängig davon zu kündigen, ob Sie mit der Schadensregulierung zufrieden waren oder nicht. Ein etwas komplizierteres Thema ist allerdings die Sonderkündigung aufgrund einer vom Versicherer angekündigten Beitragserhöhung. In den meisten Fällen haben Versicherungsnehmer zwar ein Sonderkündigungsrecht, allerdings nicht grundsätzlich bei allen vorgenommenen Beitragserhöhungen.

  • Beitragserhöhung durch Versicherungsgesellschaft
    Haben Sie die Beitragserhöhung nämlich selbst zu verantworten, beispielsweise aufgrund eines Vollkaskoschadens und der damit verbundenen Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse, besitzen Sie dieses Sonderkündigungsrecht nicht. Dies gilt zum Beispiel ebenfalls, wenn sich ein einzelnes weiches Tarifmerkmal zu Ihren Ungunsten geändert hat. Ein Beispiel wäre, dass sich die jährliche Fahrleistung von 12.000 auf 18.000 Kilometer erhöht hat. In allen anderen Fällen, beispielsweise durch eine neue Einstufung in die Regional- oder Typklasse, können Sie jedoch bei angekündigten Beitragserhöhungen von Ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen.